Zahlreiche Förderungen für Ärzt*innen in Weiterbildung in Brandenburg

Wer in Deutschland den Beruf des Arztes ausüben möchte, muss sich nach dem abgeschlossenen Medizinstudium auf ein medizinisches Fachgebiet spezialisieren und die entsprechende Weiterbildung absolvieren. Erst nach bestandener Fachärzt*innenprüfung haben Mediziner die Möglichkeit, sich als Vertragsärzt*in im ambulanten Bereich niederzulassen oder als Ärztin*in einer Klinik oder im Öffentlichen Gesundheitsdienst zu arbeiten. Brandenburg unterstützt Ärzt*innen in Weiterbildung dabei mit zahlreichen Förderangeboten, die an die Lebenssituationen der Mediziner*innen angepasst sind. Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) macht gemeinsam mit der Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg (LKBB) im Rahmen der Landärztekampagne „Ich feier Dich voll!“ darauf aufmerksam.

Das Land Brandenburg schätzt seine Landärzt*innen sehr und greift ihnen auch bei der Fachärzt*innenweiterbildung unter die Arme. Von neuem medizinischen Know-how profitieren neben den Mediziner*innen selbst vor allem die Patient*innen in der Mark. Förderberechtigt sind approbierte Ärzt*innen in Praxen und Kliniken gleichermaßen.

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Förderungen für Ärzt*innen in Weiterbildung im ambulanten Bereich
KV RegioMed Lehrpraxen – Ausbildung aus einer Hand: Unter diesem Motto startete die KVBB im Jahr 2015 landesweit ein Mentoren-Programm. In Brandenburg können Ärzt*innen ihre Aus- und Weiterbildung in einer der 42 zertifizierten KV RegioMed Lehrpraxen absolvieren und sich über den gesamten Zeitraum von einem der 88 Mentor*innen begleiten lassen. Gemeinsam mit den Mentor*innen sorgt die KVBB für eine entsprechende regionale Vernetzung in Foren, Netzwerken oder Qualitätszirkeln und steht später bei der Aufnahme einer ambulanten Tätigkeit beratend zur Seite.

Mithilfe der bundesweiten Vereinbarung zur Förderung der Weiterbildung gemäß § 75a SGB V unterstützt die KVBB angehende Allgemeinmediziner*innen und elf weitere Facharztgruppen in ihrer Weiterbildung auch finanziell.

  1. Allgemeinmedizin
  2. Frauenheilkunde und Geburtshilfe
  3. Haut- und Geschlechtskrankheiten
  4. Augenheilkunde
  5. Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
  6. Nervenheilkunde
  7. Neurologie
  8. Psychiatrie und Psychotherapie
  9. Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
  10. Kinder- und Jugendmedizin
  11. Allgemeinchirurgie
  12. Urologie

Seit 1. Juli 2020 können weiterbildende Ärzt*innen für die Vollzeit-Anstellung von Kolleg*innen in Weiterbildung einen monatlichen Gehaltszuschuss von bis zu 5.000 Euro beantragen. Dieser muss in voller Höhe als Bruttogehalt an die Ärzt*innen in Weiterbildung weitergegeben werden. Anstellungen in Teilzeit werden ebenfalls bezuschusst. Der Förderbetrag erhöht sich in der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner bei einer Beschäftigung in einer drohend unterversorgten Region um monatlich 250 Euro, in einer bestehend unterversorgten Region um 500 Euro im Monat. Alle Förderanträge müssen von Anfang Januar bis Ende Juni für das Folgejahr gestellt werden. Wichtig: Die Fördermittel stehen den Ärzt*innen zu, die sich weiterbilden, und dürfen nicht mit den Lohnnebenkosten verrechnet werden.

Für die Zeit zwischen dem Fachärzt*innenabschluss und dem Beginn der vertragsärztlichen Tätigkeit gewährt die KVBB ein Überbrückungsgeld in Höhe von bis zu 4.500 Euro. Neben der Fachärzt*innenweiterbildung fördert die KVBB bei Vertragsärzt*innen die Teilnahme an einzelnen Weiterbildungskursen mit bis zu 1.000 Euro und bezuschusst Sprachkurse für Brandenburger Landärzt*innen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, mit bis zu 1.500 Euro.

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Förderungen für Ärzt*innen in Kliniken
Angesichts der älter werdenden Bevölkerung kommt der wohnortsnahen ambulanten Gesundheitsversorgung eine immer größere Bedeutung zu. Daher wird auch die Weiterbildung von Klinikärzt*innen unterschiedlicher Fachrichtungen finanziell gefördert. So bekommen Ärzt*innen in Weiterbildung im Fachgebiet Innere Medizin 1.420 Euro pro Monat bei einer Vollzeitstelle. Wer eine Weiterbildung in einem anderen Fachbereich mit sogenannter unmittelbarer Patient*innenversorgung absolviert, erhält 2.440 Euro monatlich. Das Krankenhaus, wo die an einer Weiterbildung interessierten Ärzt*innen arbeiten, reicht die Antrags- und Nachweisformulare bei der Deutschen Krankenhausgesellschaft ein. Die Förderdauer orientiert sich an der geltenden Weiterbildungsordnung. Grundsätzlich sind Weiterbildungen für Klinikärzt*innen sowohl in Vollzeit als auch Teilzeit möglich.

Die Brandenburger Krankenhäusern legen ebenfalls großen Wert auf die Weiterbildung ihrer Ärzt*innen. So bieten die Kliniken in der Mark interne Weiterbildungen in verschiedenen Fachrichtungen, individuelle Weiterbildungspläne und Freistellungen bei Weiterbildungsmaßnahmen mit Lohnausgleich an. Bei der Vorbereitung auf die Facharztprüfung werden die Assistenzärzt*innen in Brandenburg ebenfalls umfassend unterstützt.

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Überblick zu Förderangeboten für Brandenburger Ärzt*innen
Auf der Website und in der Infobroschüre der Landärztekampagne „Ich feier Dich voll!“ finden Sie alle wichtige Informationen zum Förderangebot für Ärzt*innen und Medizinstudierende in Brandenburg. Ein Schwerpunkt liegt auf den Fördermitteln für die Fachärzt*innenweiterbildung. Neben dem Rundumblick zur finanziellen Unterstützung erhalten Sie authentische Eindrücke vom Leben in der Mark – von den moderaten Miet- und Kaufpreisen über die entspannte Kitasituation bis hin zu den vielfältigen Freizeitaktivitäten in der Natur.

Bei Fragen zur Weiterbildung in Brandenburg im ambulanten Bereich hilft Ihnen die KVBB-Beraterin Lucia Göpfert gerne weiter, entweder telefonisch (0331/98 22 98 23) oder via E-Mail (ichfeierdichvoll@kvbb.de).


Weitere Beiträge über die Landärztekampagne finden Sie. 

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